Oberding – Asylhelfer und Kommunalpolitik sind empört: Vier junge Familien müssen aus einer Gemeinschaftsunterkunft im Landkreis Erding ausziehen, weil ein verurteilter Sexualstraftäter jetzt dort wohnt.

Vier Familien müssen aus der Unterkunft ausziehen. (Symbolbild)
Wie der Merkur berichtete, handelt es sich bei dem Mann um einen abgelehnten Asylbewerber aus dem Senegal. Er wurde gerade erst aus dem Gefängnis entlassen, wo er wegen eines Sexualdelikts mehrere Jahre einsaß.Der Senegalese soll abgeschoben werden, doch sein Heimatland weigert sich angeblich, ihn wieder aufzunehmen.Da der verurteilte Straftäter nicht in einer Unterkunft, in der auch Frauen wohnen, untergebracht werden darf, entschied die Regierung sich dafür, vier junge Familien umzusiedeln. Die Familien mit Kindern waren allem Anschein nach gut integriert. Ehrenamtliche Helfer sind entsetzt.Regierungssprecher Martin Nell erklärte die Entscheidung wie folgt: “Die Gemeinschaftsunterkunft Oberding weist noch am ehesten die von der Justiz geforderten Eigenschaften auf.” Nell erläuterte weiterhin, dass es keine rechtliche Grundlage gebe, den Asylbewerber vor seiner Abschiebung auf unbestimmte Zeit in Haft zu nehmen.Insgesamt müssen zehn Personen umziehen. Darunter eine alleinerziehende Afrikanerin mit ihrer sechsjährigen Tochter. Kurz zuvor hatte das Kind noch einen Platz in einer örtlichen Schule zugesprochen bekommen.

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